Die Ursprünge von 10 olympischen Wintersportarten Teil 1

Wintersport

Wintersport erfreut sich in allen Regionen dieser Welt, in denen Winter mehr als eine Bilderbuchvorstellung ist, riesiger Beliebtheit. Die Wiege der meisten Disziplinen liegt natürlich in Europa doch manch ein Ursprung dieser Sportarten versetzt in Erstaunen. Hier werden die zehn wichtigsten olympischen Wintersportarten vorgestellt.

1. Eiskunstlauf

Eislaufen gibt es schon seit Jahrhunderten, aber die expressiven Bewegungen des Eiskunstlaufs sind tatsächlich etwas jünger, als man vermuten könnte. Die athletische, akrobatische Version des Sports wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts populär. Jackson Haines, ein Amerikaner mit Balletthintergrund, begeisterte die europäischen Massen mit seinen anmutigen Bewegungen und aufregenden Sprüngen und machte gleichzeitig einen weiteren wichtigen Durchbruch: er choreographierte seine Routinen und setzte sie in Musik um. Dieser sogenannte „internationale Stil“ fand großen Gefallen in Wien und in anderen europäischen Städten und so war der Eiskunstlauf geboren.

2. Biathlon

Wie man es von einer Sportart erwarten kann, die mit einem Gewehr verbunden ist, hat Biathlon militärische Wurzeln. Norwegische Soldaten führen seit mindestens 1767 kombinierte Ski- und Schießrennen durch, und das norwegische Militär unterstützte das erste moderne Rennen dieser Art im Jahr 1921. Damals war es jedoch nicht ganz so wie der Biathlon, der heute im Fernsehen läuft. Stattdessen war es nur eine demonstrative Veranstaltung namens „Militärpatrouille“. Dazu gehörte eine vierköpfige Patrouille, die mit schweren Rucksäcken durch die Veranstaltung ging.

Die Idee, dass Menschen auf Skiern mit Gewehren fahren, gewann in Europa erst in den 1950er Jahren so richtig an Popularität und bis 1960 waren die Rennen als Einzel-Biathlon-Event wieder im olympischen Programm.

3. Curling

Curling hat seine Wurzeln im mittelalterlichen Schottland. Es war jedoch nicht das strategische Spiel, als das es heute bekannt ist. Das frühe Curling bestand im Wesentlichen aus schottischen Männern, die flache Felsen entlang eisiger Teiche schoben. Es hat Spaß gemacht, und schottische Soldaten brachten das Spiel nach Kanada, wo es wirklich abhob. (Einige Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als 90% aller Lockenwickler in Kanada leben.)

4, 5 und 6. Luge, Skeleton und Bobsled

Die drei Sportarten, die eine eisige Spur erfordern, haben einen gemeinsamen Ursprung im Gehirn eines Mannes. In den späten 1860er Jahren hatte der Schweizer Hotelier Caspar Badrutt ein Problem: Niemand wollte den Winter in seinem kühlen Resort in St. Moritz verbringen. Also überzeugte Badrutt einige seiner Stammgäste, dass Dinge gäbe, die man nur in einem Winterresort ausüben könnte.

Er begann die Schlitten der Lieferjungen zu modifizieren und mit seinen Gästen durch die Straßen der Stadt zu fahren. (Wenn man zwei dieser Schlitten zusammengeschnallt hat, hatte man den Vorläufer des modernen Bobs). All das Rodeln hat großen Spaß gemacht, aber Badrutt hatte bald ein neues Problem an seinen Händen: da der einzige Ort, um die Schlitten zu fahren, auf den Straßen der Stadt war, rasten die Rodler immer wieder in die Fußgänger hinein.

Um dieses gefährliche Problem zu bekämpfen, baute Badrutt eine eisige Halbrohr-Strecke für die Schlitten. Innerhalb eines Jahrzehnts waren die Rodelwettbewerbe zu Leistungssportarten angewachsen, und der Bobsport stand 1924 auf dem Programm der ersten Olympischen Winterspiele.

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